Europaweit bekanntes Versandhaus für die Jagd

Zelte

Die Zelt-Auswahl sollte gut durchdacht sein, das Risiko zu Fehlkäufen kann sonst sehr hoch sein. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die wichtigsten Zelt-Typen vor, geben Ihnen entscheidende Tipps, worauf Sie achten sollten und geben Ihnen einige Pflegehinweise, damit Sie auch möglichst lange Freude an Ihrem mobilen Zuhause haben.

Arten von Zelten & Schirmen

Schirme und Zelte gibt es in vielfachen Formen. Auch hier sollten Sie nicht wahllos kaufen, sondern vorab die Zelt-Typen vergleichen, um sicherzustellen, dass das Zelt oder der Schirm Ihre Bedürfnisse erfüllt.

Iglu-Zelte

Igluzelte sind ideal für Gelegenheitscamper. Sie haben ein kleines Packmaß und sind meist recht günstig. Ihr Zeltstoff ist oft recht dünn und ist eher für sommerliches Klima mit wenig Regen und Wind gedacht.

Iglu-Zelte im Askari Online-Shop

Nubrollys

Bei Nubrollys handelt es sich um eine Variante eines Schirms. Während bei einem normalen Schirm die Schirmstange mittig platziert ist, lässt sich bei einem Nubrolli-Schirm die Stange aus der Schirm-Mitte entfernen und in eine zweite Aufnahme stecken. Das hat den Vorteil, dass die Stange nicht mehr im Wege ist und man bequem darunter einen Stuhl oder eine Liege unterstellen kann. Im Gegensatz zu einem Schirmzelt hat der Schirm eines Nubrollys keinen Bodenkontakt.

Nubrollys im Askari Online-Shop

Prahm-/Ziehharmonika-Zelte

Ziehharmonikazelte sind ideale Zelte: sehr stabil, meist mit herausnehmbarer Bodenplane. Sie sind schnell aufgebaut und dank Überwurf sind sie auch für kaltes oder nasses Klima geeignet. Der Überwurf isoliert zudem das Zelt, wodurch das Kondensat durch Schwitzwasser reduziert wird. Einen Blick sollten Sie auf das Gestänge werfen, Aluminium ist Glasfaser vorzuziehen. Der einzige Nachteil: einher mit der Stabilität geht auch das Transportgewicht, das im Vergleich zu anderen Zelttypen etwas höher ist.

Prahm-/Ziehharmonika-Zelte im Askari Online-Shop

Ruckzuck-Zelte

Ruckzuckzelte gibt es in mehreren Ausführungen:

Die einfachste Form sind die sog. Wurfzelte, die in der Transporttasche durch ihr spiralförmiges Gestänge unter Spannung gehalten werden und die sich beim Auspacken blitzschnell in ihrer eigentliche Form aufstellen. Sie sind jedoch meist sehr klein und haben baubedingt ein hohes Transportmaß, ihr Zeltboden ist nicht herausnehmbar und die Qualität der Zeltplane eher für sommerliches Camping ausgelegt.

Raffinierter dagegen die Ruckzuckzelte, die mittels eines Kordelzug- Systems einen schnellen Aufbau ermöglichen. Sie sind meist groß genug für mindestens eine Liege, meist sogar für zwei. Ihre hochwertige Zelthaut hält mit einer oftmals hohen Wassersäule ab 3.000 mm auch mal einem stärkeren Regen stand.

Ruckzuck-Zelte im Askari Online-Shop

Schirme

Schirme gibt es in vielerlei Größen und Qualitäten. Einen Blick sollte man auf die Bespannung werfen: hier werden entweder Nylon oder PVC verwendet. Die schwerere, gleichzeitig aber auch robustere Variante ist die PVC-Bespannung. Ein guter Schirm sollte abknickbar sein und einen langen, stabilen Erdspieß haben. Bitte beachten Sie die Schirmgröße: es macht wenig Sinn, wenn Ihr Oberkörper regengeschützt ist, nicht jedoch die Beine.

Schirme im Askari Online-Shop

Schirm-Überwürfe

Mit Hilfe von Schirmüberwürfen verwandeln Sie Ihren Schirm in ein Schirmzelt. Dadurch sind Sie auch bei seitlich einfallendem Regen gut geschützt. Bitte beachten Sie jedoch, dass Schirmzelte eher für moderate Regenschauer gedacht sind. Sie ersetzen keinesfalls ein hochwertiges Zelt. Zum Fixieren des Schirmüberwurfes ist weiteres Zubehör nötig, z.B. Abspannleinen, Zeltheringe, ggf. Banksticks und lange Schirmstangen.

Shelter

Bei Sheltern handelt es sich um offene Schirme und Zelte, die den Strandmuscheln ähneln. Sie sind eher als Regen-, Sonnen- und Windschutz gedacht, nicht als vollwertiges Zelt.

Shelter im Askari Online-Shop

zelte & Schirme - Wichtige Kaufkriterien

Wer billg kauft, kauft zweimal. Gerade bei Zelten sollten Sie nicht ausschließlich nach dem Preis gehen. Für den Gelegenheits-Camper, der im Sommer bei guten Wettervorhersagen ein oder zwei Nächte im Zelt verbringen möchte, sind die einfachsten Zelte durchaus passabel. Sobald Sie jedoch häufiger Nächte im Freien planen, sollten Sie auf höhere Qualität achten. Es sollte leicht aufzubauen sein und auch bei überraschendem Regen nicht zur "Tropfsteinhöhle" werden. Nachfolgend nennen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Abschluss

Boden - herausnehmbar sollte er sein
Das Zelten in freier Wildbahn mit einem Zelt, das einen integrierten Boden hat, gilt als Wildcampen und ist somit verboten. Angelzelte haben daher einen herausnehmbaren Boden, wodurch sie funktionell als Unterstand gesehen werden.

Fenster - für den Luftaustausch
Sehr wichtig bei Zelten ist auch der Luftaustausch, andernfalls bildet sich schnell Kondenswasser im Zelt: Bei längeren Campingtouren sollten daher zu öffnende Fenster in der Außenhaut vorhanden sein, über die man zusammen mit dem geöffneten Zelteingang einen Luftaustausch gewährleisten kann.

Gestänge - leicht oder stabil?
Beim Zeltgestänge sollte man im Vorfeld überlegen, wofür man das Zelt letztlich braucht: das weit verbreitete Glasfibergestänge mit Metall-Steckhülsen ist angenehm leicht zu transportieren, dafür ist es nicht so stabil wie z.B. das hochwertigere und schwerere Alu-Gestänge.

Größe - passt die Liege rein?
Als Gelegenheitscamper mit Isomatte und Schlafsack benötigt man kein sehr großes Zelt, Liegen-Nutzer hingegen sollten die Zeltgröße genauer prüfen. Achten Sie auf genug Platz zwischen Liege und Außenhaut, da Zeltstoff undicht wird, wenn er bei feuchtem Klima in Berührung mit einem Gegenstand kommt. Achten Sie auch auf die Zeltarchitektur: Die Zeltgrundfläche entspricht nicht unbedingt der Nutzfläche!

Heringe - gewappnet für schwierige Untergründe
Die mitgelieferten Zeltheringe sind oft sehr dünn und kurz. Besorgen Sie sich hochwertige Ersatz-Heringe in kräftiger Ausführung, gerade bei weicheren Untergründen (z.B. Sand) oder stärkerem Wind eine sinnvolle Investition. Tipp: es gibt auch Heringe mit fluoreszierendem Kopf, damit Sie nachts nicht mit dem Zeh am Hering hängenbleiben und sich ggf. verletzen.

Nähte - getapt gegen den Regen
Ein potenzieller Schwachpunkt bei der Dichtigkeit sind die Nähte. Hat ein Zelt getapte Nähte (engl. to tape = kleben), so wurden die Nähte auf der Innenseite mit einem wasserdichtem Klebeband versiegelt.

Vorzelt - der willkommene Unterschlupf
Ein Vorzelt hat gewisse Vorzüge: Sie können den Schlafraum (=Innenzelt) klar abtrennen vom Stauraum (=Vorzelt), ab einer gewissen Größe bietet es auch bei Regenwetter einen Unterstand für einen Campingstuhl. Achten Sie - je nach Verwendungszweck - auch auf die Höhe des Vorzeltes.

Wassersäule - damit Sie nicht vom Regen in die Traufe kommen
Wasserdichtigkeit von Oberzelten wird in mm Wassersäule angegeben, als wasserdicht gelten Oberzelte laut DIN-Norm ab einem Wert von 1.500 mm. Hochwertige Zelte verfügen meist über 3.000 mm und mehr, auch Zelte mit 10.000 mm sind keine Seltenheit. Zur Messung dieses Wertes wird ein Stück Zeltstoff unter einen Messzylinder gespannt und von oben Wasser in einer definierten Geschwindigkeit in den Zylinder gefüllt. Der Wert ist der Grenzwert, ab wann die ersten drei Wassertröpfchen durch das Gewebe dringen. Generell ist zu berücksichtigen, dass der Wassersäulenwert im Laufe der Zeit bedingt durch mechanische Reibung beim Auf- und Abbau sowie der Lagerung geringer wird. Daher besser gleich Zelte mit höheren Werten kaufen und gelegentlich nachimprägnieren.

Zelthöhe - Ihr Rücken wird es Ihnen danken
Gerade, wenn Sie länger als 1-2 Nächte zelten, ist es angenehm, wenn Sie das Zelt nicht nur gebückt oder krabbelnderweise, sondern auch im Stehen betreten können.

Zeltstoff - gut gerüstet gegen Kondenswasser
Abgesehen von der Wassersäule sollten Sie auch darauf achten, dass der Zeltstoff atmungsaktiv ist, so können Sie das Risiko von Kondensat-Bildung deutlich senken. Aus diesem Grund haben viele Zelte auch eine Trennung zwischen Außen- und Innenzelt: das Außenzelt isoliert, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Innenzelt führt dabei nicht zwangsläufig zur Kondensatbildung.

zelte & Schirme - Pflegetipps

Auch das hochwertigste Zelt kann die Erwartungen nicht dauerhaft erfüllen, wenn es nicht oder falsch gepflegt wird. An dieser Stelle erfahren Sie die wichtigsten Pflegetipps, damit Sie möglichst lange viel Freude an Ihrem mobilen Zuhause haben werden.

Durchlüften
Genau wie Ihre eigenen vier Wände sollten Sie auch Ihr Zelt täglich gut durchlüften. Idealerweise verfügt Ihr Zelt daher über genügend Lüftungsfenster und eine atmungsaktive Außenhaut.

Imprägnieren
Durch mechanische Reibung, z.B. beim Einpacken der Zeltplane, nimmt die Wasserdichtigkeit des Zeltes kontinuierlich ab. Imprägniersprays und Nahtverdichter helfen.

Flicken
Durch Unachtsamkeit, aber auch durch Belastung (Wind, Spannung) ist es schnell passiert: ein Loch in der Zelthaut. Haben Sie immer ein Flick-Set parat!

Reißverschlüsse
Auch beim besten Zelt kann es irgendwann zu klemmenden Reißverschlüssen kommen. Nehmen Sie in solchen Fälle die Spannung vom Reißverschluss und arbeiten Sie mit Silikonspray.

Pflegefehler
Auch die hochwertigste Zelthaut verliert ihre schützende Imprägnierung, wenn Sie Gegenstände, z.B. feuchte Handtücher, auf sie legen. Achten Sie auch darauf, dass im Zelt nichts an die Außenhaut stößt. Mechanische Reibung zerstört auch die beste Imprägnierung. Sandiger Staub wirkt wie Schmirgelpapier, noch schlimmer wird es, wenn man diesen ausbürsten möchte. Ausklopfen ist deutlich schonender, die Reinigung mit einem weichen (!) Schwamm und Wasser ebenfalls. Verzichten Sie aber auf Reinigungsmittel! Um Stockflecken zu vermeiden, sollten Sie das Zelt nach der Heimfahrt stets zum Lüften und Trocknen aufhängen und erst im absolut trockenen Zustand verstauen.